Mateusz Tomica
Mateusz Tomica ist ein polnischer Pianist und Preisträger zahlreicher Auszeichnungen bei renommierten Klavierwettbewerben sowohl in Polen als auch im Ausland. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen der erste Preis beim XIV Internationalen Chopin Wettbewerb in Marienbad (2025) sowie der zweite Preis beim XII Internationalen Fryderyk Chopin Wettbewerb in Darmstadt (2022), wo er zudem mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation der Mazurken von Fryderyk Chopin ausgezeichnet wurde.
Geboren 1997 in Kattowitz, begann er seine musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren an der Stanisław Moniuszko Musikschule in der Klasse von Janina Gawron. Seine weitere Ausbildung erhielt er an der Karol Szymanowski Musikschule in Kattowitz bei Monika Sikorska-Wojtacha und Hubert Salwarowski. Es folgte ein Studium an der Karol Szymanowski Musikakademie in Kattowitz unter der Leitung von Magdalena Lisak und Hubert Salwarowski. Darüber hinaus studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in der Klasse von Jan Jiracek von Arnim. Er ist Absolvent der Hochschule der Künste in Bern bei Prof. Tomasz Herbut sowie der Zürcher Hochschule der Künste, wo er bei Prof. Konstantin Scherbakov studierte.
Seine ersten Wettbewerbserfolge reichen ins Jahr 2011 zurück, als er den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb für junge Künstler „21st Century Art“ in Wien gewann. Zwei Jahre später wurde er mit dem dritten Preis beim IV „Halina und Ludwik Stefański“ Klavierturnier in Krakau ausgezeichnet. Ein weiterer bedeutender Erfolg war der zweite Preis beim XXII Internationalen Fryderyk Chopin Klavierwettbewerb für Kinder und Jugendliche in Szafarnia (2014). Im Jahr 2023 erreichte er das Finale des II Internationalen Karol Szymanowski Musikwettbewerbs in Kattowitz, und 2025 wurde er Finalist des Nationalen Fryderyk Chopin Klavierwettbewerbs in Warschau.
Seine künstlerische Entwicklung verfeinerte er durch die Teilnahme an Meisterkursen bei international renommierten Pianisten wie Dimitri Bashkirov, Andrzej Jasiński, Dang Thai Son, Wojciech Świtała, Kevin Kenner, Ewa Pobłocka, Nikolai Demidenko, Piotr Anderszewski und Janusz Olejniczak. Wichtige Impulse erhielt er außerdem durch die Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Marek Pijarowski, Michał Nesterowicz, Mirosław Jacek Błaszczyk, Eckart Manke, Jacek Kraszewski, Łukasz Dyczko, Joanna Goranko sowie dem Apollon Musagète Quartett.
Als Solist ist er in zahlreichen Ländern aufgetreten, darunter Polen, die Schweiz, Deutschland, Tschechien, Großbritannien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Japan und Österreich. Besondere Beachtung fanden seine Auftritte beim „Preludium“ des 75. Chopin-Festivals in Duszniki-Zdrój, beim Chopin-Festival in Marienbad, in der KAWAI-Konzertreihe in Hamburg sowie im Königlichen Łazienki-Park, im Geburtshaus von Fryderyk Chopin in Żelazowa Wola und im NOSPR in Kattowitz. Er ist außerdem mit renommierten Orchestern wie der Nationalen Philharmonie, dem Nationalen Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks, dem Kammerorchester der Nationalen Philharmonie, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Schlesischen Philharmonie und dem Schlesischen Kammerorchester aufgetreten.
Mateusz Tomica war Stipendiat des Ministers für Kultur und nationales Erbe sowie der Bundesstipendienkommission ESKAS in der Schweiz. Seit 2024 widmet er sich neben seiner Konzerttätigkeit auch der Pädagogik und leitet seine eigene Klavierklasse am Konservatorium in Bern.